Geförderte Projekte
Strahlendes Klima
Ein Förderbeispiel ist das Jugend-Filmprojekt Strahlendes Klima (Original: Nuking the Climate). Die Initiative besteht aus 20 jungen Menschen aus den Bereichen Film, Kunst, Medien, Ingenieurs- und Sozialwissenschaften. Sie alle engagieren sich ehrenamtlich. Mit einem selbstgedrehten Film hat sich das Team junger, umweltpolitischer Filmschaffender in die aktuelle Debatte um klimafreundliche Energieformen eingemischt.
Vor dem Hintergrund, dass in Europa die Atomkraft wieder häufiger als Klimaretterin gefeiert wird, bezieht der Film einen klaren Gegenstandpunkt. Atomkraftwerke brauchen Uran. Die globalen Risiken, die bei dessen Abbau entstehen, werden oftmals ausgeblendet. Ziel der Gruppe ist es, die Chancen und Risiken der Atomkraft darzustellen und dabei insbesondere auf den Uranabbau einzugehen. Australien hat die weltweit größten Vorkommen dieses Rohstoffs. Daher begab sich das Team nach Down Under, um beispielhaft zu klären, woher das Uran kommt, wo es hingeht und was davon übrigbleibt.
Der Film zeigt, dass Atomstrom ein globales Produkt ist. Seine Erzeugung beginnt bereits beim Abbau des Rohstoffs Uran. Der Film beleuchtet die Risiken und Probleme, die beim ersten Schritt der nuklearen Produktionskette entstehen. Er dient keinen kommerziellen Zwecken, sondern will so viele Menschen wie möglich erreichen. Über ein Netzwerk von Filmpatenschaften wird er dezentral verbreitet.
Weitere Informationen zum Film: www.strahlendesklima.de
Wechsel zu Ökostrom erleichtern
Viele Menschen in Deutschland wollen weder Atomkraft noch neue Kohlekraftwerke. Trotzdem müssten 95 % der deutschen Haushalte die Frage: „Sind Sie Kunde bei einem Ökostromanbieter?“ mit Nein beantworten. Dabei ist Ökostrom eine einfache, bezahlbare und effektive Möglichkeit, persönlich den Atomausstieg zu vollziehen und die Umwelt zu schützen.
Darum hat die Umwelt-NGO urgewald eine gezielte Informations- und Motivationskampagne für die Kundschaft von Bioläden gestartet. Sie macht den Wechsel zum umweltfreundlichen Strom so einfach und attraktiv wie möglich. Die Schauspielerin Anja Franke beteiligt sich als Schirmherrin. Jede Neukundin und jeder Neukunde erhält für den Wechsel einen Einkaufsgutschein für einen Bioladen, den die Ökostromanbieter bezahlen – das motiviert die Bio-Kundschaft zusätzlich. Die Stiftung Neue Energie fördert dieses Projekt als Maßnahme zur Unterstützung der Energiewende.
Weitere Informationen unter: www.stromwechseln-wirkt.de
Solar-Strom für Afghanistan
In Zusammenarbeit mit der Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe wurde das Projekt Solarlampen in Afghanistan gefördert. Dies ist ein Beitrag zum Wiederaufbau des zerstörten Landes bei gleichzeitiger Unabhängigkeit von zentraler Energieversorgung durch Konzerne. Nur neun Prozent des Landes sind überhaupt elektrifiziert.
Um die aus den Dörfern geflüchteten Afghanen zur Rückkehr zu bewegen, muss dort ein Mindestmaß an Lebensqualität möglich werden. Erreicht werden kann dies - bei 300 Sonnentagen im Jahr - durch dezentrale Stromversorgung mit Hilfe der Solarenergie.
Dazu haben in Deutschland wohnhafte Ingenieure aus Afghanistan ein pfiffiges System entwickelt, erprobt und eingeführt. Es besteht aus einem Solarpaneel mit Akku, welches eine Energiesparbirne sowie ein Radio speist. Ein 10-fach helleres Licht als durch eine Öllampe ist damit täglich für vier Stunden lang möglich. Zudem gibt der Radioempfang das Gefühl, mit der Welt verbunden zu sein; und zwar ohne den Einsatz teurer und giftiger Batterien, die überall die Gegend verschandeln.
Wir wissen vielleicht kaum noch von den Gesundheitsbelastungen durch Petroleumlampen oder der Gefährlichkeit offenen Lichtes. - Solarlicht vermeidet Kerosin-Gase und Verbrennungsunfälle, welche häufig Kinder treffen. Nachtlicht wäre besonders für die noch existierenden Krankenstationen ein Segen.
Weitere Informationen finden Sie bei der Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe.



